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Empfehlungen zur Vitamin D Substitution der Schweizer Bevölkerung

Zur Prävention eines Vitamin-D-Mangels werden für alle bei minimaler Sonnenexposition folgende Zufuhrmengen empfohlen:

  • 1. Lebensjahr: 400 IE/Tag
  • 2.–59. Lebensjahr: 600 IE/Tag
  • > 60. Lebensjahr: 800 IE/Tag

Wofür Vitamin D

  • Verminderung des Knochenabbaus (Entstehung / Behandlung Osteoporose)
  • Reduktion von Stürzen im Alter (ca -20%) und Hüftfrakturen (ca – 30%)
  • Knochenwachstum im Kindesalter
  • Möglicher positiver Effekt bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bestimmten Krebsarten, Entzündungen der oberen Atemwege, Multipler Sklerose, Diabetes Mellitus und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
  • Risikopersonen (Link

Vitamin D für wen

  • Personen über 60 Jahre (geringere Syntheseleistung)
  • Schwangere, Neugeborene und Kinder
  • Adipöse Menschen
  • Chronisch kranke Personen (Nieren- , Lebererkrankungen, Immunsupression, Malabsorption)
  • Bestimmte Medikamente (Cortison, Antiepileptika)
  • Häuslich gebundene Personen
  • Menschen, die aus kulturellen/religiösen Gründen Ganzkörperbekleidung tragen
  • Menschen mit dunkler Haut (mehr UV-Exposition nötig)

Faktoren, die mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Vitamin-D-Mangel verbunden sind und bei denen eine 25(OH)D-Blutspiegelmessung indiziert ist.

Personengruppe Spezifische Bedingungen
Personen mit Knochenerkrankungen Rachitis Osteomalazie Osteoporose
Fraktur bei geringem Trauma Hyperparathyreoidismus
Ältere Erwachsene Anamnese eines Sturzes oder einer Fraktur mit geringem Trauma
Adipöse Personen Erwachsene mit BMI ≥30 kg/m2
Adipöse Kinder mit zusätzlichen Risikofaktoren/Symptomen
Schwangere und stillende Frauen mit Risikofaktoren, oder mit fehlender Vitamin-D-Einnahme Dunkler Hauttyp, Frauen mit Übergewicht, Gestationsdiabetes, geringe Sonnenexposition
Kinder und Erwachsene mit dunkler Hautfarbe Afrikaner, Inder oder andere Personen mit dunkler Hautfarbe
Sportler jeden Alters Sportarten, die in erster Linie in Gebäuden ausgeübt werden
Chronische Nierenerkrankungen
Leberversagen
Malabsorptionssyndrome Mukoviszidose
Entzündliche Darmerkrankungen Morbus Crohn
Status nach Adipositaschirurgie Strahlenenteritis
Medikamente Antiepileptische Medikamente Glucocorticoide
HIV-Medikamente Antipilzmittel Cholestyramin
Granulombildende Erkrankungen Sarkoidose Tuberkulose Histoplasmose Coccidiomykose

Natürliche Vitamin D Quellen (Sonne / Nahrungsmittel)

Sonnenexposition der Haut (insbes. UVB Strahlung) ist die wichtigste Quelle für Vitamin D. (weitere Quellen – Link). Leider ist die Sonne keine verlässliche Quelle und verbunden mit Risiken wie Hautkrebs und- alterung. In den Monaten November bis März besteht in Europa keine ausreichende UVB-Bestrahlung.

Natürliche Quellen für Vitamin D

IE Vitamin D

Wildlachs 600 bis 1000 IE pro 100 Gramm
Zuchtlachs 100 bis 250 IE pro 100 Gramm
Sardinen in Dosen 300 bis 600 IE pro 100 Gramm
Makrele, Konserven 250 IE pro 100 Gramm
Thunfisch in Dosen 236 IE pro 100 Gramm
Lebertran 400 bis 1000 IE pro Esslöffel
Shiitake-Pilze, frisch 100 IE pro 100 Gramm
Shiitake-Pilze, getrocknet 1600 IE pro 100 Gramm
Eigelb 20 IE pro Eigelb
Champignons frisch (Schweiz) 76 IE pro 100 Gramm
Butter (Schweiz) 52 IE pro 100 Gramm
Emmentalerkäse (Schweiz) 44 IE pro 100 Gramm

Weitere Links:

BAG:
Vitamin-D-Mangel: Datenlage, Sicherheit und Empfehlungen für die Schweizer Bevölkerung

Swiss medical Forum:
Empfehlungen der Eidgenössischen Ernährungskommission zur Vitamin-D-Zufuhr für die Schweizer Bevölkerung

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